Hauschronik
 

Mit viel Pioniergeist und persönlichem Einsatz begannen bereits 1925 die Großeltern des jetzigen Wirtes Maria und Johann Grießenböck mit dem Bau des Gasthofes "Zur Post".
Schon damals planten sie den Betrieb in seiner heutigen Größe. Um von außen ein wenig unabhängiger zu sein, betrieben sie auch eine eigene Landwirtschaft und errichteten im Rhontal ein eigenes Elektrizitätskraftwerk.
Besonders harte Zeiten brachten die Vorkriegs- und Kriegsjahre mit sich: durch die Tausend-Mark-Sperre und die allgemein verheerende wirtschaftliche Lage war es dem größten Teil der "Sommerfrischler" nicht mehr möglich, in die Hinterriss zu kommen. Gegen Ende des Krieges bezogen Französische und Amerikanische Besatzer Quartier du schränkten den wirtschaftlichen Alltag massiv ein.
Obwohl die äußeren Bedingungen für die Gründung einer Familie denkbar schlecht waren, schafften es Johann und Maria Grießenböck doch, ihren vier Söhnen und ihrer einzigen Tochter ein glückliches Zuhause zu geben.


1959 übernahm, nach dem Tod ihres Vaters, Sophie, die jüngste der fünf Kinder, gemeinsam mit ihrem Mann Alfred Reindl den Betrieb. Enormer Einsatz und viele neue Ideen der beiden führten zu einem neuen Aufschwung. Der Gasthof wurde in ihrer Zeit mit Liebe zum Detail renoviert und umgebaut. Nach dem Hochwasser von 1973 musste das hauseigene Elektrizitätskraftwerk komplett neu gebaut werden. Auch Sophie und Alfred Reindl gelang es, trotz der oft harten Arbeit, ihrem Sohn und ihren zwei Töchtern eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Auch die Freude am Betrieb gaben sie an ihre Kinder weiter. Nach der Pensionierung der "zweiten Generation" übernahm Manfred mit seiner Frau Brigitte Reindl das Haus.


Auch sie ruhen sich nicht auf dem Geschaffenen aus, sondern sind stets darauf bedacht, ihren Gästen mit Erneuerungen und persönlichem Einsatz deren Aufenthalt so unvergesslich wie nur möglich zu gestalten. So wurde 1987 der gesamte Dachstuhl, sowie auch der dritte und vierte Stock komplett neu gestaltet und auch das ganze Haus winterfest gemacht. Im Laufe der letzten Jahre wurden sämtliche Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet und auch ein Personenlift wurde eingebaut.
Stammgäste schätzen die familiäre Atmosphäre und vor allem auch Köstlichkeiten aus der Küche. Denn Frische und Qualität gehört zu den täglich umgesetzten Grundsätzen des Gasthofes "zur Post". Die Wirtin selbst sorgt dafür: Fisch serviert sie nur fangfrisch aus dem eigenen Fischteich und das angebotene Wildbret stammt ausschließlich aus den umliegenden Jagdrevieren.


... und dass das auch in Zukunft so bleiben wird, dafür wird die vierte Generation sorgen: die beiden Kinder der jetzigen Wirtleute arbeiten bereits jetzt, trotz dem sie auch noch ihre zeitaufwendige Ausbildung betreiben müssen, mit vollem Elan mit.

 
© 2003 von Reindl Florian